Moderne Zähler für Grefrath

Der schwarze alte hat ausgedient, seit 2017 werden nur noch moderne, digitale Zähler eingebaut: der erste Schritt in Richtung Smart Meter.

In nahezu jedem Haushalt hängt ein schwarzer Zähler, der analog den Stromverbrauch misst. Einmal im Jahr kommen die Ableser und erfassen den Zählerstand für die Jahresabrechnung – persönlich und von Hand. „Insgesamt ein wenig transparentes System und die meisten Kunden erfahren immer erst mit der Jahres­abrechnung, wie viel sie übers Jahr so verbraucht haben“, erklärt Robert Optendrenk von den Gemeindewerken Grefrath. Das ändert sich nun dank der neuen, digitalen Stromzähler, die nach und nach in die Grefrather Haushalte einziehen.

Intelligenter Zähler

Was genau kann so ein moderner Zähler? Er misst nicht nur den aktuellen Verbrauch, sondern auch die Verbräuche der letzten Tage, Wochen und Monate. „Wer möchte, kann sich anschauen, was er in den vergangenen 24 Monaten verbraucht hat“, so Robert Optendrenk. Direkt am Zähler, geschützt durch einen PIN-Code, lassen sich diese Daten einsehen. Damit ist der moderne Zähler deutlich cleverer als sein Vorgänger. Doch es geht noch intelligenter.

Die modernen Zähler sind ein Zwischenschritt. Am Ende sollen alle Haushalte in Deutschland mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein. Diese sind mit einem zusätzlichen Modul, einem Gateway, versehen. Das ermöglicht die Kommunikation des Zählers mit dem Netzbetreiber sowie mit modernen, intelligenten Haushaltsgeräten. Beispiel: die Spülmaschine, die mit dem Internet kommuniziert, um automatisch zu starten, wenn der Strom gerade günstig ist. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt über eine sichere Verbindung.

Ohne Kosten ausgetauscht

Der Austausch der Zähler in den Haushalten erfolgt turnusmäßig in Grefrath. Das bedeutet: Alle Zähler, deren Eichfrist in den nächsten Jahren abläuft, werden durch moderne ersetzt. „Unseren Kunden entstehen keine Kosten und der Zählerwechsel geht genauso schnell wie bisher“, erklärt Optendrenk. Alle Kunden, die das künftig betrifft, erhalten von den Gemeindewerken ein Informationsschreiben. Beim Einbau des neuen Zählers gibt es einen Informationsflyer sowie den PIN und die Bedienungsanleitung zum Auslesen des Stromverbrauchs.

Kurz erklärt: Interessantes zum Strommesszähler

Was ist ein Messstellenbetreiber?
Der grundzuständige Messstellenbetreiber ist der vor Ort zuständige Netzbetreiber. Er ist für den Einbau und Betrieb aller Messsysteme, also der Strom-, Gas- und Wasserzähler, verantwortlich. Als Kunde kann man den Messstellenbetreiber grundsätzlich frei wählen.

Warum werden moderne Zähler eingebaut?
Sie stellen den Stromverbrauch transparenter dar. Das bietet den Kunden die Möglichkeit, stärker auf den effizienten Umgang mit Energie zu achten. Sie sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Gemäß des Messstellenbetriebsgesetzes, kurz MsbG, sind seit 2017 die Messstellenbetreiber verpflichtet, diese Zähler einzubauen. Bis 2032 sollen nahezu alle Haushalte einen modernen Zähler haben.

Wann ist ein Messsystem intelligent?
Zähler werden dann intelligent, wenn sie mit einem zusätzlichen Modul – einem sogenannten Gateway – ausgestattet sind. Das ermöglicht eine Kommunikation zwischen Zähler und Netzbetreiber. Zugleich können auch intelligente Haushaltsgeräte mit dem intelligenten Zähler kommunizieren. So startet der Zähler die Spülmaschine, wenn der Strom besonders günstig ist.